Die St.Galler Pensionskasse führt die berufliche Vorsorge für ihre angeschlossenen Arbeitgeber durch.

Hier finden Sie alle Informationen, welche eine aktiv versicherte Person betreffen. Gerne gibt Ihnen unser Team Auskunft, wenn Unklarheiten auftauchen.

Eintritt in die St.Galler Pensionskasse

Sie werden in die St.Galler Pensionskasse aufgenommen, wenn:

  • Ihr neuer Arbeitgeber bei der St.Galler Pensionskasse angeschlossen ist und
  • Ihr Anstellungsverhältnis länger als drei Monate dauert und
  • Sie mehr als den reglementarischen Mindestlohn von CHF 14‘220.00 (Stand 2019) verdienen und
  • Sie das 17. Altersjahr vollendet haben.

Sie erhalten von der St.Galler Pensionskasse eine Aufnahmebestätigung sowie einen Versicherungsausweis, sobald Ihr neuer Arbeitgeber Sie angemeldet hat. Waren Sie bisher bereits in einer Vorsorgeeinrichtung versichert und haben bereits Sparbeiträge einbezahlt, dann erhalten Sie eine Austrittsleistung. Diese Austrittsleistung sowie andere allfällig vorhandene Guthaben bei Freizügigkeitseinrichtungen der zweiten Säule sind an die St.Galler Pensionskasse zu überweisen. Diese werden dann für den Einkauf in die reglementarischen Leistungen verwendet.

Sie können Ansprüche bei der früheren Vorsorgeeinrichtung aufgrund einer bestehenden Lebensgemeinschaft anrechnen lassen. Sie müssen den Unterstützungsvertrag (siehe Lebenspartnerschaft) innert drei Monaten seit Eintritt mit einem entsprechenden Hinweis (z.B. bisheriger Unterstützungsvertrag und/oder bisherige Vorsorgeregelung) auf die bisherigen Ansprüche bei der sgpk einreichen.

Austritt aus der St.Galler Pensionskasse

Sie treten aus der St.Galler Pensionskasse aus, wenn:

  • Sie Ihr Anstellungsverhältnis gekündigt haben und Ihr neuer Arbeitgeber nicht bei der St. Galler Pensionskasse angeschlossen ist oder
  • Sie weniger als den reglementarischen Minimallohn von CHF 14'220 (Stand 2019) pro Jahr verdienen.

In diesen Fällen haben Sie Anrecht auf eine Austrittsleistung. Sie erhalten vor Ihrem Austritt von Ihrem Arbeitgeber ein Austrittsformular, mit welchem Sie uns mitteilen können, wohin die Austrittsleistung überwiesen werden soll. Ohne Meldung Ihrerseits überweist die St.Galler Pensionkasse Ihre Freizügigkeitsleistung an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG in Zürich.

Ab dem vollendeten 58. Altersjahr ist der Bezug einer Altersrente möglich (siehe Pensionierung).

Spar-, Risiko- und Verwaltungskostenbeiträge

Die St.Galler Pensionskasse erhebt Beiträge für die Altersvorsorge (Sparbeiträge), die Versicherung der Risiken Tod und Invalidität (Risikobeiträge) und die Kosten der Verwaltung (Verwaltungskostenbeiträge). Dabei können Sie zwischen drei verschiedenen Sparplänen wählen.

Vorgehen bei der Planwahl
Sie können einen der drei Sparpläne wählen:

  • beim Eintritt in die St.Galler Pensionskasse
  • auf jeden 1. Januar (Eingang des Antrags bis 31. Dezember des Vorjahres bei der St.Galler Pensionskasse)

Die St.Galler Pensionskasse bestätigt den Eingang des Antrags auf Wechsel des Sparplans nicht. Bitte überprüfen Sie den vorgenommen Wechsel des Sparplans auf Ihrem Vorsorgeausweis im Folgejahr.

Sparplan Standard

Ohne anderslautende Mitteilung werden die Versicherten automatisch dem Sparplan Standard zugeteilt. Mit diesem Sparplan wird ein Leistungsziel (Altersrente im Alter 65) von 55% des zuletzt versicherten Lohnes angestrebt.

Sparplan Plus

Versicherte, die den Sparplan Plus wählen, zahlen einen höheren Sparbeitrag als im Sparplan Standard, was zu einem höheren Sparguthaben und somit zu einer höheren Altersrente führt. Durch die höheren Sparbeiträge reduziert sich zudem das steuerbare Einkommen. Anders als bei einer Einmaleinlage unterliegen die höheren Beitragszahlungen keinen Einschränkungen bei einem späteren Kapitalbezug.

Sparplan Minus

In diesem Sparplan wird den Versicherten ein tieferer Sparbeitrag als im Sparplan Standard vom Lohn abgezogen. Somit steht den Versicherten mehr Nettolohn zur Verfügung. Andererseits führen die tieferen Sparbeiträge zu einem tieferen Sparguthaben und somit zu einer tieferen Altersrente gegenüber dem Sparplan Standard. Diese Lücke kann allerdings später bei Bedarf und vorhandenen eigenen Mitteln mittels Einmaleinlagen wieder geschlossen werden.

Einkauf in die reglementarische Altersleistung

Ziel eines Einkaufs ist die Verbesserung des Vorsorgeschutzes. Damit können Sie allfällige Lücken schliessen, welche beispielsweise durch fehlende Beitragsjahre, Lohnerhöhungen, Pensumserhöhungen, unbezahlten Urlaub oder bei Scheidung entstanden sind. Darüber hinaus sind Einkäufe zum Auskauf der Rentenkürzung bei einer vorzeitigen Pensionierung möglich. Vor einem Einkauf aus privaten Mitteln sind zuerst alle Guthaben der beruflichen Vorsorge einzulegen. Die Einkaufsmöglichkeit kann eingeschränkt sein, wenn ungewöhnlich hohe Guthaben der Säule 3a vorhanden sind. Zudem sind Vorbezüge für Wohneigentum vorgängig zurückzuzahlen.

Vor dem Einkauf ist das ausgefüllte Formular «Erklärung zum Zusatzeinkauf», welches bei der St.Galler Pensionskasse angefordert werden kann, einzureichen.

steuerrechtlicher Hinweis

Wird ein Kapital- oder Vorbezug innerhalb drei Jahren nach einer freiwilligen Einlage getätigt, kann das steuerliche Konsequenzen nach sich ziehen (z.B. Aberkennung des Einkommensabzuges für das Einkaufsjahr).

Verzinsung der Sparguthaben

Der Stiftungsrat der St.Galler Pensionskasse legt auf Beginn des Kalenderjahres den Sparguthaben-Zinssatz für die austretenden versicherten Personen und am Ende des Kalenderjahres den Sparguthaben-Zinssatz für die nicht ausgetretenen versicherten Personen fest (Art. 23. Abs. Vorsorgereglement).

Der Stiftungsrat hat an der Stiftungsratssitzung vom 19. Dezember 2018 insbesondere aufgrund der Tatsachen, dass

  • die St.Galler Pensionskasse per 1. Januar 2019 voraussichtlich einen Deckungsgrad von ca. 95 Prozent aufweist und
  • die Inflation gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) im Jahr 2018 nur leicht positiv (1.0 Prozent) ist

die Verzinsung der Sparguthaben der aktiv Versicherten für das Geschäftsjahr 2018 auf 1.0 Prozent festgelegt.

Aufgrund des Umstands, dass die wirtschaftliche Entwicklung unklar ist, hat der Stiftungsrat den provisorischen Zinssatz für das Geschäftsjahr 2019 auf 1.0 Prozent festgelegt.

Finanzierung von Wohneigentum

Für die Finanzierung von selbstgenutzem Wohneigentum mit Ihrem Pensionskassenguthaben haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können Ihr Vorsorgeguthaben vorbeziehen oder verpfänden lassen.

Vorbezug
Der Mindestbezug beträgt CHF 20‘000. Ihr Guthaben lässt sich für den Erwerb von Wohneigentum oder die Ablösung von Hypotheken einsetzen. Sie können damit wertvermehrende oder werterhaltende Investitionen tätigen oder Anteile einer Wohnbaugenossenschaft kaufen.

Verpfändung
Sie verpfänden Ihr aktuelles Vorsorgeguthaben oder einen bestimmten Betrag Ihres aktuellen Vorsorgeguthabens an Ihre finanzierende Bank. Dazu setzen Sie mit der Bank einen Pfandvertrag auf. Die Verpfändung wird dann bei der St.Galler Pensionskasse registriert.

Gebühren
Für ihre Dienstleistung beim WEF-Vorbezug oder bei der WEF-Verpfändung erhebt die Versichertenverwaltung eine Gebühr von CHF 300 für den WEF-Vorbezug und CHF 200 für die WEF-Verpfändung (siehe Gebührenreglement).

steuerrechtlicher Hinweis

Wird ein Vorbezug innerhalb drei Jahren nach einer freiwilligen Einlage getätigt, kann das steuerliche Konsequenzen nach sich ziehen (z.B. Aberkennung des Einkommensabzuges für das Einkaufsjahr).

Zusatzversicherung

In der Zusatzversicherung werden die Lohnbestandteile versichert, die das Zwölffache der maximalen einfachen Altersrente (Stand 2019: CHF 341'280.00) übersteigen und nach BVG versicherbar sind.

Die St.Galler Pensionskasse erhebt Beiträge für die Altersvorsorge (Sparbeiträge) und die Kosten der Verwaltung (Verwaltungskostenbeiträge).

Bei Tod, Invalidität und Alter beschränkt sich die Leistungen auf das vorhandene Sparguthaben in der Zusatzversicherung.

Kapitalbezug

Versicherte Personen mit Jahrgang 1955 und älter, welche per 31. Dezember 2013 bereits in der Versicherungskasse für das Staatspersonal oder der kantonalen Lehrerversicherungskasse versichert waren, können maximal 25 Prozent des Altersguthabens nach BVG beziehen. Für alle anderen Personen gelten ab 1. Januar 2014 die folgenden Bestimmungen.

Auf den Zeitpunkt der Alterspensionierung kann bis zu 50 Prozent des Sparguthabens als Kapital bezogen werden. Spätestens drei Monate vor der Alterspensionierung ist der Kapitalbezug anzumelden.

Mit der Kapitalleistung werden die Altersrente und die mitversicherten Renten anteilmässig gekürzt. Im gleichen Ausmass erlöschen die übrigen Ansprüche auf weitere Leistungen gegenüber der Pensionskasse.

steuerrechtlicher Hinweis

Wird ein Kapitalbezug innerhalb drei Jahren nach einer freiwilligen Einlage getätigt, kann das steuerliche Konsequenzen nach sich ziehen (z.B. Aberkennung des Einkommensabzuges für das Einkaufsjahr).

Unbezahlter Urlaub

Bei einem unbezahlten Urlaub wird die Versicherung der Risiken Tod und Invalidität für höchstens 24 Monate zu den gleichen Bedingungen fortgeführt. Die Spargutschriften werden während dieser Zeit ausgesetzt.

Sie haben aber auch die Möglichkeit, ganz auf die Risikoversicherung zu verzichten. In diesem Fall endet der Versicherungsschutz nach einem Monat. Es wird lediglich das Sparguthaben beitragsfrei weitergeführt.

Spätestens nach Ablauf von zwei Jahren endet die Versicherung.

Lohn- bzw. Pensumsänderung

Lohn- bzw. Pensumserhöhung
Eine Lohn- bzw. Pensumserhöhung hat zur Folge, dass der versicherte Lohn steigt. Dadurch erhöhen sich die anwartschaftlichen jährlichen Hinterlassenen- und Invalidenleistungen. Ebenfalls werden höhere Spargutschriften dem Sparguthaben gutgeschrieben. Somit erhöht sich auch die anwartschafltiche jährliche Altersrente.

Lohn- bzw. Pensumsreduktion
Durch eine Lohn- bzw. Pensumsreduktion reduziert sich der versicherte Lohn. Dadurch sinken auch die anwartschaftlichen jährlichen Hinterlassenen- und Invalidenleistungen. Ebenfalls werden tiefere Spargutschriften dem Sparguthaben gutgeschrieben. Somit sinkt auch die anwartschafltiche jährliche Altersrente.

Für diejenigen, die in der Rentenversicherung verbleiben, gelten die Bestimmungen aus der Verordnung über die Versicherungskasse für das Staatspersonl oder der Verordnung über die Kantonale Lehrerversicherungskasse.