Die Leistungen der St.Galler Pensionskasse sind Teil des Drei-Säulen-Systems der Alters-, Invaliden- und Hinterlassenenvorsorge. Bei einem Vorsorgefall erhalten die Berechtigten aus allen drei Säulen Leistungen.

Hier finden Sie alle Informationen, welche die Rentenbezüger betreffen. Gerne gibt Ihnen unser Team Auskunft, wenn Unklarheiten auftauchen.

Die drei Säulen der Vorsorge

Erste Säule: obligatorische Rentenversicherung
Die erste Säule ist eine umlagefinanzierte Versicherung für die gesamte Bevölkerung und bezweckt die Existenzsicherung und Vermeidung von Armut.

Zweite Säule: berufliche Vorsorge
Die zweite Säule ist eine kapitalgedeckte Versicherung für die berufstätige Bevölkerung und bezweckt die Deckung der Lebenshaltungskosten.

Dritte Säule: private Vorsorge
Die dritte Säule ist eine freiwillige und steuerlich begünstigte private Vorsorge für Erwerbstätige (Säule 3a) und ergänzt die erste und zweite Säule. Ebenfalls zur dritten Säule (Säule 3b) wird die private Vorsorge ohne Steuerbegünstigung gezählt.

Bei Alter, Invalidität oder Tod erhalten die Berechtigten aus allen drei Säulen Leistungen. Die Höhe der einzelnen Leistung ist immer auch abhängig von den geleisteten Beiträgen des Versicherten.

Auszahlungstermine Renten

Die Renten werden im 2019 an folgenden Daten ausbezahlt:

  • Freitag, 24. Mai
  • Dienstag, 25. Juni
  • Donnerstag, 25. Juli
  • Freitag, 23. August
  • Mittwoch, 25. September
  • Freitag, 25. Oktober
  • Montag, 25. November
  • Montag, 16. Dezember

Altersleistung

Für alle Personen, die am 31. Dezember 2013 das 58. Altersjahr vollendet haben (Jahrgang 1955 und älter) und am 31. Dezember 2013 in der Versicherungskasse für das Staatspersonal und der kantonalen Lehrerversicherungskasse versichert waren, ist eine vorzeitige Pensionierung oder vorzeitige Teilpensionierung mit einer gekürzten Altersrente ab dem vollendeten 60. Altersjahr möglich.

Für alle anderen gilt
Die ordentliche Alterspensionierung tritt für Frauen und Männer mit vollendetem 65. Altersjahres ein. Eine vorzeitige Pensionierung oder vorzeitige Teilpensionierung mit einer gekürzten Altersrente ist bereits ab dem vollendeten 58. Altersjahr möglich.

Die Höhe der jährlichen Altersrente berechnet sich durch Multiplikation des Sparguthabens mit dem Umwandlungssatz nach Anhang 4 des Vorsorgereglements.

Auf den Zeitpunkt der Alterspensionierung kann bis zu 50 Prozent des Sparguthabens als Kapital bezogen werden. Spätestens drei Monate vor der Alterspensionierung ist der Kapitalbezug anzumelden. Mit der Kapitalleistung werden die Altersrente und die mitversicherten Renten anteilmässig gekürzt. Im gleichen Ausmass erlöschen die übrigen Ansprüche auf weitere Leistungen gegenüber der Pensionskasse. Bei einer vorzeitigen Alterspensionierung kann eine tiefere Rente durch eine Einlage kompensiert werden.

steuerrechtlicher Hinweis

Wird ein Kapitalbezug innerhalb drei Jahren nach einer freiwilligen Einlage getätigt, kann das steuerliche Konsequenzen nach sich ziehen (z.B. Aberkennung des Einkommensabzuges für das Einkaufsjahr).

AHV-Überbrückungsrente

Die versicherte Person kann eine AHV-Überbrückungsrente beantragen. Diese entspricht höchstens der maximalen einfachen AHV-Altersrente (Stand 2019: CHF 28'440.00). Die AHV-Überbrückungsrente wird ab Beginn der Altersrente ausgerichtet und endet beim Erreichen des ordentlichen Rentenalters oder mit dem Sterbemonat.

Das Sparguthaben wird dabei auf den Rentenbeginn gekürzt. Die Kürzung kann durch eine Einmaleinlage ganz oder teilweise kompensiert werden. Diese ist drei bis sechs Monate vor dem Rentenbeginn zu leisten.

Alterskinderrente

Alle Altersrentnerinnen oder Altersrentner haben mit dem Erreichen des ordentlichen Rentenalters für jedes Kind, welches im Falle ihres Todes eine Waisenrente beanspruchen könnte, Anspruch auf eine Kinderrente. Die Alterskinderrente beträgt je Kind 20 Prozent der Altersrente, höchstens aber 100 Prozent der einfachen maximalen AHV-Kinderrente (Stand 2019: CHF 11'376.00).

Teilpensionierung

Die versicherte Person, welche nach den 58. Altersjahr den Beschäftigungsgrad dauerhaft um mindestens 20 Prozent reduziert, kann die Ausrichtung einer Teil-Altersrente verlangen. Eine solche Teilpensionierung kann bis zum Erreichen des ordentlichen Rentenalters höchstens zweimal vollzogen werden.

Leistungen infolge Invalidität

Für alle Personen, die am 31. Dezember 2013 das 58. Altersjahr vollendet haben (Jahrgang 1955 und älter) und am 31. Dezember 2013 in der Versicherungskasse für das Staatspersonal und der kantonalen Lehrerversicherungskasse versichert waren, wird durch die St.Galler Pensionskasse das bisherige Recht angewendet.

Für alle anderen gilt
Versicherte Personen, die bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, bei der Pensionskasse versichert waren, haben Anspruch auf eine Invalidenrente. Die St.Galler Pensionskasse stellt die Invalidität auf der Grundlage der Verfügung der eidgenössischen Invalidenversicherung fest. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Invalidität durch Krankheit oder Unfall eingetreten ist.

Der Anspruch auf eine Invalidenrente beginnt analog der Regelung der eidgenössischen Invalidenversicherung, frühestens aber mit dem Ende des Anspruchs auf Lohn oder Lohnfortzahlung.

Bei einer vollen Invalidität entspricht die Invalidenrente 55 Prozent des bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit versicherten Lohnes. Die Leistung ist also unabhängig von der Höhe des Sparguthabens sowie der Beitragsdauer.

Die Ausrichtung der Invalidenrente erfolgt bis zum ordentlichen Rentenalter. Nach dem Erreichen des ordentlichen Rentenalters wird die Invalidenrente durch die Altersrente abgelöst. Die Altersrente wird anhand des nachgeführten Invalidensparguthabens berechnet.

Invalidenkinderrente

Alle Invalidenrentnerinnen und Invalidenrentner haben für jedes Kind, welches im Fall ihres Todes eine Waisenrente beanspruchen könnte, Anspruch auf eine Invalidenkinderrente. Die Invalidenkinderrente beträgt je Kind 20 Prozent der Invalidenrente.

IV-Überbrückungsrente

Die versicherte Person hat nach Ablauf der Lohnfortzahlung Anspruch auf eine IV-Überbrückungsrente in der Höhe der Invalidenversicherung nach dem Vorsorgereglement der St.Galler Pensionskasse, wenn die Rentenverfügung der eidgenössischen Invalidenversicherung noch nicht vorliegt, die vertrauensärztliche Untersuchung aber eine teilweise oder volle Erwerbsunfähigkeit ergibt.

Kürzung der Leistung

Die Invaldienleistungen werden gekürzt, wenn eine rentenbeziehende Person einen Lohn oder andere Bezüge aus einer Erwerbstätigkeit oder eine andere Rente erhält und die zusammen mit den Invalidenleistungen den auf den aktuellen Zeitpunkt angepassten Lohn, den sie zuletzt erzielt hat (inkl. 13. Monatslohn, Sozialzulagen und Teuerungszulagen), übersteigt.

Hinterlassenenleistungen

Nach dem Tod einer versicherten Person, einer Alters- oder Invalidenrentnerin oder eines Alters- oder Invalidenrentners hat die überlebende Ehegattin oder der überlebende Ehegatte Anspruch auf eine Ehegattenrente, wenn sie oder er:

  • für den Unterhalt von einem oder mehreren Kindern aufkommen muss; oder
  • das 45. Altersjahr zurückgelegt und die Ehe wenigstens fünf Jahre gedauert hat.

Erfüllt die hinterlassene Person keine der Voraussetzungen, besteht Anspruch auf eine Kapitalleistung in der Höhe von drei Ehegattenjahresrenten.

Heiratet die hinterlassene Person wieder, erlischt der Rentenanspruch.

Rentenhöhe

Die Ehegattenrente wird lebenslang ausgerichtet und beträgt:

  • bei aktiv versicherten Personen 40 Prozent des versicherten Lohnes;
  • bei verstorbenen Invalidenrentnerinnen oder Invalidenrentnern 40 Prozent des der Invalidenrente zugrundeliegenden Lohnes;
  • bei Altersrentnerinnen oder Altersrentnern zwei Drittel der vor dem Tod ausgerichteten Rente.

Ist die hinterlassene Person mehr als zehn Jahre jünger als der Ehepartner, wird die Rente für jedes über diesen Altersunterschied hinausgehende Jahr um fünf Prozent gekürzt.

Heiratet die versicherte Person nach dem ordentlichen Rentenalter, besteht nur ein Anspruch auf die gesetzlichen Mindestleistungen nach BVG.

Waisenrente

Nach dem Tod einer versicherten Person, einer Altersrentnerin oder Invalidenrenterin oder eines Altersrentners oder Invalidenrentners haben die hinterlassenen Kinder Anspruch auf eine Waisenrente. Die Stief- und Pflegekinder werden gleich behandelt wie die Waisenkinder, wenn der Verstorbene für deren Unterhalt aufgekommen ist.

Die Waisenrente wird bis zum vollendeten 18. Altersjahr des Kindes ausgerichtet, längstens aber bis zum vollendeten 25. Altersjahr, wenn das Kind noch in Ausbildung, erwerbsunfähig oder zu höchstens 30 Prozent erwerbsfähig ist.

Die Waisenrente beträgt je Kind 11 Prozent des versicherten Lohnes oder 20 Prozent der vor dem Tod ausgerichteten Rente. Ist ein Kind Vollwaise, erhält es die doppelte Waisenrente.

Hinterlassener Lebenspartner

Die hinterlassene Lebenspartnerin oder der hinterlassene Lebenspartner ist der hinterlassenen Ehegattin oder dem hinterlassenen Ehegatten gleichgestellt, wenn sie oder er:

  • die Lebensgemeinschaft in einer ständigen ungeteilten Wohngemeinschaft an einem festen gemeinsamen Wohnort im Zeitpunkt des Todes wenigstens fünf Jahre bestanden hat, und
  • weder verheiratet noch mit der verstorbenen Person verwandt ist, und
  • die gegenseitige Unterstützungspflicht auf dem von der St.Galler Pensionskasse vorgesehenen Formular schriftlich vereinbart und dieses der St.Galler Pensionskasse zu Lebzeiten beider Personen zugestellt worden war.

Todesfallkapital

Das Todesfallkapital entspricht insgesamt 3 Ehegattenjahresrenten, höchstens aber dem vorhandenen Sparguthaben, reduziert um den Barwert allfälliger Renten an den hinterlassenen Ehegatten, den Partner der eingetragenen Partnerschaft oder den Lebenspartner der Lebensgemeinschaft sowie die Waisen.

Neben den rentenberechtigten Hinterlassenen sind folgende Personen in nachfolgender Reihenfolge anspruchsberechtigt:

  1. natürliche Personen, die von der versicherten Person zum Zeitpunkt ihres Todes massgeblich unterstützt wurden oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen; bei deren Fehlen
  2. die übrigen Kinder der verstorbenen Person; bei deren Fehlen
  3. die Eltern.

«Nicht alles im Leben kann geplant werden. Sicherheit im Alter schon.»

St.Galler Pensionskasse