St. Galler Pensionskasse - Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen sollen dazu beitragen, dass die Leistungsziele der sgpk bestmöglich erfüllt werden können. Das Vermögen ist ausschliesslich im Interesse der Destinatäre zu bewirtschaften.

Die Anlagetätigkeit soll auf nachvollziehbaren Erkenntnissen aus Finanzmarkttheorie und -praxis basieren und sich an «Best Practice» orientieren. 

Die Anlagegrundsätze werden in einem Anlagekonzept schriftlich festgehalten und regelmässig überprüft. Das Konzept soll sicherstellen, dass alle mit der Vermögensverwaltung betrauten Instanzen eine einheitliche Anlagephilosophie vertreten, welche nachvollziehbar ist und mit den langfristigen Zielen der Pensionskasse übereinstimmt.

Die Anlageorganisation ist gekennzeichnet durch eine kohärente Regelung der Verantwortlichkeiten. Das Handeln wird bestimmt durch die Werte Disziplin, Integrität, Kompetenz, Transparenz, Unabhängigkeit und Kosteneffizienz.

Die Führungsverantwortung liegt beim Stiftungsrat. Die Umsetzung der Anlagestrategie erfolgt durch den Anlageausschuss und den Anlageverantwortlichen.


Die Anlagestrategie ist auf ein risikokonformes, langfristiges Kapitalwachstum ausgerichtet. Im Interesse einer hohen Sicherheit der Vermögensanlagen werden diese auf verschiedene Anlagekategorien und Anlagemärkte diversifiziert.

Liquide und transparente Anlageinstrumente stehen aus Kosten- und Transparenzüberlegungen im Vordergrund. Die Erträge aus den Vermögensanlagen sollen zusammen mit den Beiträgen für die langfristige Finanzierung der versprochenen Leistungen der Pensionskasse sorgen.

Der Stiftungsrat überprüft deshalb die Anlagestrategie mindestens alle drei Jahre um sicherzustellen, dass Aktiven und Passiven aufeinander abgestimmt sind. Derzeit gilt die folgende Anlagestrategie (letzte Änderung per 1. Juli 2019):

Anlagekategorie

Untere Bandbreite

Neutrale Gewichtung

Obere Bandbreite

Liquidität 0.0% 5.0% 15.0%
Hypotheken 0.0% 2.0% 4.0%
Obligationen CHF 22.0% 26.0% 30.0%
Obligationen FW (Staatsanleihen) 2.5% 5.0% 7.5%
Obligationen FW (Unternehmensanleihen) 2.5% 5.0% 7.5%

Obligationen FW (High Yield)

0.0% 0.0% 2.0%
Aktien Schweiz 10.0% 12.0% 14.0%
Aktien Welt 19.0% 22.0% 25.0%
Nicht traditionelle Anlagen 2.0% 6.0% 10.0%
Immobilien indirekt 0.0% 3.0% 5.0%
Immobilien direkt 11.0% 14.0% 17.0%

Mit dem Investment Reporting der zentralen Depotstelle wird eine unabhängige Berichterstattung über die Vermögensergebnisse sichergestellt.

Die Führungsorgane erhalten auf monatlicher Basis ein ausführliches Investment Reporting von der zentralen Depotstelle (Banque Pictet & Cie SA).

Das Investment Summary beinhaltet die wichtigsten Performance- und Risikokennzahlen. Die Aktualisierung erfolgt quartalsweise.

Vermögensverwaltungskosten


Im Geschäftsjahr 2018 beliefen sich die gesamten in der Betriebsrechnung der sgpk ausgewiesenen Vermögensverwaltungskosten auf 17.7 Millionen Schweizer Franken. Dies entspricht rund 0.20% der kostentransparenten Vermögensanlagen, was vergleichsweise wenig ist.

Verantwortlich für die günstige Kostenstruktur sind der hohe Anteil der intern verwalteten Vermö­gen, der bewusste Einsatz von kostengünstigen passiven und aktiven Mandaten sowie die Ver­waltung im Rahmen der Gallus-Fonds. Mit einer Kostentransparenzquote von 100% (Stand per Ende 2018) enthält das Portfolio der sgpk zudem keinerlei kostenintransparente Anlageprodukte.

Der Ausweis der Vermögensverwaltungskosten erfolgt entsprechend der Weisung der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV).

Schweizer Pensionskassen haben den gesetzlichen Auftrag (Art. 51b Abs. 2 BVG) die Vermögensanlagen treuhänderisch und im Interesse der Versicherten zu verwalten.

Die Vermögensanlage ist insbesondere auf die Ziele Sicherheit und Ertrag auszurichten (Art. 71 BVG bzw. Art. 51 BVV2). Entsprechend fokussiert sich die sgpk auf das Erreichen dieser Vorsorgeziele.

Dennoch nimmt das Thema Nachhaltigkeit im Rahmen der Vermögensverwaltung einen hohen Stellenwert ein. Die sgpk berücksichtigt hierbei die Erkenntnis, dass sich erfolgreiche Unternehmen durch vorbildliche Unternehmensführung auszeichnen.

Grundsätze Nachhaltigkeitsstrategie

Die Nachhaltigkeitsstrategie der sgpk stützt sich auf die folgenden Grundsätze

  • Die Stimmrechte müssen strikt im Sinne von Good Governance wahrgenommen werden.
  • Im Dialog mit Firmen lassen sich Ziele besser verwirklichen als durch den Ausschluss von Firmen.
  • Die regelmässige Analyse des Aktienportfolios hinsichtlich der Nachhaltigkeitsstandards der Unternehmen ist wesentlich zur Überwachung und Steuerung der Portfoliorisiken. Sie ist zudem die Basis für den Dialog mit Unternehmen und Vermögensverwaltern. Der Ausschluss von Firmen kann in einzelnen Fällen nötig sein.
  • Nachhaltigkeit wird auch mit dem Kürzel ESG (E für Umwelt, S für Soziales, G für Governance) umschrieben. Die sgpk erachtet in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie alle drei Kriterien als wichtig.
  • Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Vermögensverwalter.
  • Mittels Investitionen in direkte Immobilien, Infrastrukturanlagen und „Green Bonds" kann unmittelbar ein positiver Einfluss auf die Umwelt ausgelöst werden.

Wahrnehmung der Stimmrechte

Die St.Galler Pensionskasse nimmt die Stimmrechte bei Schweizer Publikumsgesell-schaften aktiv wahr. Sie stützt sich hierbei auf die Empfehlungen der Anlagestiftung Ethos, deren Mitglied sie seit 2004 ist.

Die Ausübung der Stimmrechte orientiert sich an den langfristigen Interessen der Versicherten und somit an einer positiven Entwicklung des Unternehmenswertes der betreffenden Gesellschaften. Ethos lebt diesem Grundsatz vorbildlich nach und setzt sich sehr kritisch mit Generalversammlungstraktanden auseinander. Auch die Verantwortlichen der sgpk befassen sich jeweils mit den Abstimmungsvorlagen. Der Stiftungsrat kann im Sinne der genannten Grundsätze von den Empfehlungen von Ethos abweichen. Solche Entscheide sind immer zu begründen.

Da die Unternehmen in der Schweiz nicht verpflichtet sind, präzise Abstimmungsergebnisse zu veröffentlichen, können einzelne Angaben fehlen.

Hinweis
Alle Dokumente zur Ausübung der Stimmrechte finden Sie in der Infothek.

Engagement

Im Interesse des Unternehmenswertes wie auch der Gesellschaft müssen Unternehmen sich langfristig ausrichten und hierbei auch Governance-, Umwelt- und Sozialfragen berücksichtigen. Als Miteigentümerin kann die sgpk nationale und internationale Firmen zur Einhaltung und Verbesserung ihrer ESG-Standards bewegen. Die sgpk lässt sich deshalb vom Grundsatz leiten, dass der Dialog mit Unternehmen zielführender ist als der Ausschluss von Firmen aus dem Anlageuniversum. Die sgpk will eine aktive Aktionärin sein. Sie hat sich deshalb mit anderen Pensionskassen im Ethos Engagement Pool Schweiz sowie im Ethos Engagement Pool International zusammengeschlossen. Durch die Bündelung der Interessen mit anderen Pensionskassen kann ein stärkerer Einfluss ausgeübt werden. Dabei muss man sich allerdings bewusst sein, dass Pensionskassen nur einen begrenzten Einfluss haben. Es ist Aufgabe der Politik Rahmenbedingungen festzulegen, welche ein nachhaltiges Verhalten der ganzen Gesellschaft sicherstellen.

Der Ethos Engagement Pool Schweiz (EEP Schweiz) sucht im Namen seiner Mitglieder den dauerhaften Dialog mit dem Management der 150 grössten börsenkotierten Schweizer Unternehmen. Das Ziel ist die Unternehmen auf Good Governance zu verpflichten und auf die soziale und ökologische Verantwortung zu sensibilisieren. Die Mitgliedschaft im EEP Schweiz ist schweizerischen Pensionskassen und anderen steuerbefreiten Institutio-nen vorbehalten. EEP Schweiz zählt weit über 100 Mitglieder. Die St. Galler Pensionskasse zählt seit dem 1. Juli 2014 zu diesem Kreis.

Im Januar 2017 hat Ethos gemeinsam mit sechs schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen den Ethos Engagement Pool International (EEP International) lanciert. Der Zusammenschluss in diesem Pool ermöglicht es den institutionellen Anlegern einen Dialog mit börsenkotierten Unternehmen im Ausland zu führen. Der Dialog findet entweder direkt mit den Unternehmen oder mittels der Teilnahme an internationalen Investoren-Initiativen statt. Die Mitglieder des Pools profitieren von einem internationalen Netzwerk institutioneller Anleger und Investorengruppen, mit denen Ethos seit Jahren eng zusammenarbeitet. Die St. Galler Pensionskasse ist seit dem 6. März 2018 Mitglied des EEP International.

Hinweis
Die aktuellen Kurzberichte des Ethos Engagement Pools finden Sie in der Infothek.

Auswahl von Vermögensverwaltern

Die sgpk achtet bei der Vergabe von Vermögensverwaltungsmandaten auch auf die Nachhaltigkeitspolitik der mandatierten Institute. Nachhaltigkeitsaspekte sind ein fester Bestandteil des Auswahlverfahrens.

Von bestehenden Vermögensverwaltern holt die sgpk jährlich eine Deklaration der geltenden ESG-Praxis ein. Basierend auf dieser Analyse wird ein ständiger Dialog mit den mandatierten Firmen geführt und die Entwicklung zu nachhaltigeren Portfolios unterstützt.

ESG-Portfolioanalyse

Die ökonomische Prosperität von Unternehmen hängt zunehmend von deren Verantwortung in den Bereichen Umweltschutz, Soziales und Corporate Governance ab. Auch Anleger müssen deshalb die Chancen und Risiken, die sich im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten für ihr Portfolio ergeben, identifizieren und verstehen. Damit die Risiken minimiert und ein fundierter Dialog mit den Unternehmen möglich ist, muss das Anlageportfolio gezielt auf die Nachhaltigkeitsfaktoren analysiert werden. Ein Quervergleich von Unternehmen offenbart sowohl Stärken als auch Schwächen der Portfoliofirmen.

Die sgpk nutzt für die spezifische ESG-Analyse sowohl die Datenbank von Ethos als auch die Beratung von ESG-Spezialisten.

Die Mitglieder der Ethos-Pools erhalten Zugriff auf die elektronische ESG-Datenbank der Stiftung Ethos. Diese gibt Aufschluss über die Einhaltung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien sämtlicher Firmen der Börsenindices SPI, MSCI World und MSCI Emerging Markets. Für jede Firma in der Datenbank wird ein ESG-Rating ausgewiesen. Allfällige Anpassungen werden den Mitgliedern zeitnah zur Kenntnis gebracht. Die Datenbank erlaubt somit eine umfassende Analyse der Aktienportfolios. Bedeutsam sind in diesem Zusammenhang auch die Informationen zu kritischen Verhaltensweisen (Exponierung gegenüber spezifischen Themenbereichen wie ethisch zweifelhafte Sektoren, schwerwiegende Kontroversen, Treibhausgasemissionen).

Im Sinne der Risikoreduktion und einer stetigen Verbesserung des Nachhaltigkeitsstandards lässt die sgpk die Aktienportfolios regelmässig mit der jeweiligen Benchmark vergleichen. Der Vergleich erlaubt die gezielte Aufdeckung von Risiken und erhöht die Transparenz bezüglich der Marktentwicklung.

Massnahmen zum Schutz des Klimas

Der Klimawandel stellt eine drängende Herausforderung dar, welcher sich nebst Politik und Gesellschaft auch Investoren stellen müssen. Die St. Galler Pensionskasse setzt sich mit folgenden Massnahmen gezielt für eine klimaschonende Entwicklung ein:

  • Neubauten im Immobilienbereich erfolgen grundsätzlich in ökologisch und energetisch vertretbarer Bauweise (Minergiestandard, maximale Bodenausnutzung). Bei Umbauten werden wenn möglich energetische Verbesserungen (z.B. alternative Energiequellen) umgesetzt. Da die sgpk über einen grossen Bestand an selbst verwalteten Immobilien verfügt, kann auf diesem Wege stark Einfluss genommen werden.
  • Im Rahmen der Infrastrukturanlagen investiert die sgpk schwergewichtig in erneuerbare Energieträger und leistet damit einen Beitrag zur Eindämmung der Klimaerwärmung.
  • Im intern verwalteten Anlagesegment „Obligationen Schweizer Franken" können auch sogenannte „Green Bonds" (grüne Anleihen) berücksichtigt werden. Die Emissionserlöse derartiger Anleihen müssen zwingend in vorher definierte Umwelt- oder Klimaprojekte fliessen.

Eine Erweiterung der Massnahmen wird laufend geprüft.

Wir vermieten Wohnungen und Gewerberäume in der Ostschweiz bis in den Raum Zürich und sind bestrebt, zeitgemäss erstellten Wohnraum zu einem attraktiven Preisleistungsverhältnis anzubieten. Die persönliche Betreuung der Liegenschaften vor Ort durch unsere Hauswarte zeichnet unsere hohe Dienstleistungsqualität aus.

Unsere Neubauprojekte

Ulmenstrasse in St.Gallen-Lachen
www.ulmenstrasse.ch

Scheidgasse in Steffisburg BE
Website in Erstellung

Hofacher in Winkel ZH
Website in Erstellung

Die St.Galler Pensionskasse (sgpk) kann auf Grundstücken in der Deutschschweiz bis zu einer maximalen Belehnung von 65% Festhypotheken gewähren.

Festhypotheken
Richtsätze per 15.10.2019

1 Jahre: 0.50 %
2 Jahre: 0.50 %
3 Jahre: 0.50 %
4 Jahre: 0.55 %
5 Jahre: 0.60 %
6 Jahre: 0.69 %
7 Jahre: 0.77 %
8 Jahre: 0.83 %
9 Jahre: 0.91 %
10 Jahre: 0.96%

Aufgrund Marktveränderungen können sich diese Sätze während des Tages ändern.

Bitte beachten Sie, dass die ausgewiesenen Zinssätze rein informativen Charakter haben. Zwingende Voraussetzung ist eine erstrangige Finanzierung für selbstbewohntes Wohneigentum in der Deutschschweiz bis maximal 65% des Objektwerts, erstklassige Schuldnerbonität sowie beste Objektqualität. Individuelle Zuschläge sind ausdrücklich vorbehalten!

Sind Sie am Hypothekenangebot der sgpk interessiert und möchten eine individuelle Offerte für Ihre Eigenheim-Finanzierung beantragen? Füllen Sie einfach das Antragsformular rechts vollständig und wahrheitsgetreu aus und reichen es zusammen mit den erforderlichen Unterlagen ein. Gerne unterbreiten wir Ihnen anschliessend ein individuelles Finanzierungs-Angebot.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

St.Galler Pensionskasse
Kapitalanlagen / Hypotheken
Rosenbergstrasse 52
9001 St.Gallen

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Tel. 058 228 77 96

Telefonische Erreichbarkeit:
Dienstag und Donnerstag / 08.30-11.30 u. 13.30-17.00 Uhr